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Unvergessene Impulsgeber aus Österreich

Die Namensgeber unserer Räume: Herausragende Persönlichkeiten aus Österreich, "große" Frauen und Männer, die in Kultur, Wissenschaft, Medizin, Psychologie, Architektur, Kunst, Film, Schriftstellerei, uvam. für wichtige Impulse verantwortlich waren. Die bis heute nachwirken und Einfluss auf unser Leben haben – durch neue Gedanken und Ideen, neue Techniken und neue Sichtweisen. Mögen ihre Lebensgeschichten allen unseren BesucherInnen, ReferentInnen und Veranstaltern als Inspirations- und Motivationsquelle wirken.

 

Hedy Lamarr

Hedy Lamarr, eigentlich Hedwig Eva Maria Kiesler, geboren 1914 in Wien, war eine in den 1930ern und 1940ern sehr populäre Schauspielerin (u. a. „Ekstase“ 1933, „White Cargo“ 1942 - sie galt als schönste Frau Hollywoods). Gleichzeitig war Hedy eine begabte Erfinderin: Gemeinsam mit George Antheil erfand sie das „Frequenzsprungverfahren“, das den heutigen, modernen Mobilfunk erst möglich gemacht hat. Hedy Lamarr verstarb mit 85 Jahren am 19. Januar 2000 in Altamonte Springs, Florida.

Inge Morath

Inge Morath (*1923 in Graz; †2002 in New York) war eine österreichische Fotografin. Nach bewegten Jugendjahren im Krieg arbeitete Sie als Journalistin, konnte nach Paris übersiedeln und begeisterte sich dort für die Fotografie. Sie arbeitete für die bekannte Fotoagentur Magnum und für Zeitschriften wie Vogue und Paris Match. Schon bald arbeitete sie auch selbständig. Von 1962 bis zu ihrem Tod war sie mit dem Schriftsteller Arthur Miller verheiratet. Ausstellungen in vielen der bedeutendsten Museen und Galerien belegen ihre weltweite Geltung im Genre der Fotografie.

Ida Pfeiffer

Ida Pfeiffer (*1797, †1858 in Wien) war die erste Frau, die allein um die Welt reiste, forschte und ihre Erlebnisse niederschrieb. Eine allein reisende Frau war damals eine kritisch beäugte Sensation. Ihre Reisetagebücher veröffentlichte sie zunächst anonym, denn für eine Dame von Gesellschaft ziemte sich Derartiges nicht, erst die vierte Auflage erschien unter ihrem Namen. Die Reisetagebücher, insgesamt 13 Bände über ihre 7 Reisen, waren Bestseller und wurden in 7 Sprachen übersetzt. Sie wurde als erste Frau Ehrenmitglied der Berliner Geographischen Gesellschaft.

Mira Lobe

Mira Lobe (*1913 in Görlitz, †1995 in Wien) begann schon als Kind zu schreiben und wollte später Journalistin werden. Sie hat fast 100 Kinder- und Jugendbücher geschrieben und prägte damit Generationen. Sie wurde u.a. vier Mal mit dem Staatspreis für Kinder- und Jugendliteratur ausgezeichnet. Zu ihren bekanntesten Werken gehören Das kleine Ich bin ich, Bärli Hupf, Valerie, Lollo oder Die Omama im Apfelbaum. Im Mittelpunkt ihrer Bücher steht ein starkes soziales Engagement, sie handeln vom Verständnis für Außenseiter und Schwache sowie vom kindlichen Recht auf Selbstbestimmung.

Karl Landsteiner

Der Mediziner Karl Landsteiner (*1868 in Baden bei Wien
, †1943 in New York) zählt zu den bedeutendsten Forschern der Medizingeschichte. Er gilt als Entdecker des Systems der menschlichen Blutgruppen mit den drei Hauptgruppen A, B, 0 und AB im Jahr 1901 und – zusammen mit Alexander Wiener – die Entdeckung des Rhesusfaktors im Jahr 1940. Für seine Forschungsarbeiten wurde er 1930 mit dem Nobelpreis für Medizin geehrt.

Hans Hass

Hans Hass (*1919 in Wien, † 2013 in Wien) begann schon im Alter von 18 Jahren zu tauchen, mit 20 Jahren veröffentlichte er bereits sein erstes Buch und drehte seinen ersten Unterwasserfilm. Seine Reisen - unter anderem mit seinem Forschungsschiff „Xarifa“ - führten ihn rund um den Globus. Insgesamt publizierte er 32 Bücher und produzierte 73 Filme. In späteren Jahren entwickelte sich Hass mehr und mehr zum Kämpfer gegen die Umweltzerstörung und wandte sich mit der Entwicklung seiner „Energon-Theorie“ der Theoretischen Biologie zu.

Wilhelm Reich

Wilhelm Reich (*1897 in Dobzau, †1957 in den USA) war Psychoanalytiker, Therapeut und Erfinder. Mit der von ihm ab 1934 entwickelten Vegetotherapie und seinem Konzept der „Körperpanzerung“ war er einer der wesentlichen Begründer der Körper-Psychotherapie. Sein zunehmendes Bestreben, alles auf eine biologische Urformel des Lebens zurückzuführen, ließ ihn ab 1940 den "Orgon-Akkumulator" konstruieren - ein Gerät, das Lebensenergie speichern und u. a. der Krebsheilung dienen sollte. Er gründete das Forschungslaboratorium "Orgonon" in Maine und führte hier Versuchen mit der sogenannten "Orgon-Energie" durch.